Einzelbäume, Baumreihen sowie Hecken in Feldern reduzieren den Nährstoffverlust in Oberflächengewässer und ins Grundwassser, verringern die Erosion durch Wind und Regen und erhöhen die Bodenfruchtbarkeit. Als Kleinstrukturen erhöhen sie die Vielfalt an Lebensräumen und somit an Tier- und Pflanzenarten (Biodiversität). Die holzigen Pflanzen speichern Kohlendioxyd und können als Brennholz verwendet werden oder es werden deren Früchte und Beeren genutzt
Bedeutung und Wert von Feldbäumen
landwirtschaftlicher Wert
Moderne Agroforste nutzen mineralienreiche Laubbaumarten als Ergänzungsfutter, welches dem Gras ebenbürtig oder je nach Baumart sogar überlegen ist. Sie fördern das Wohlbefinden der Weidetiere und deren natürliches Verhalten, sie bieten Schatten und verlängern die Weidedauer, verbessern die Milchqualität und vermindern Treibhausgasemissionen. Feldbäume fördern die Biodiversität durch die Bereitstellung von Nahrung und Habitat, wovon die landwirtschaftlichen Kulturen durch das erhöhte Vorkommen von Nützlingen wie Bestäubern, natürlichen Feinden von Pflanzenschädlingen, bodenverbessernden Lebewesen wie Regenwürmern, profitieren.
ästhetischer und Erholungswert
Markante Feldbäume an Wegkreuzungen und -gabelungen, neben Kapellen und auf Hügelkuppen, sowie Baumreihen und Hecken gliedern die Landschaft in Kammern, setzen Merkpunkte und leiten den Blick des Betrachters.
Halboffene Landschaften werden als parkartige Erholungslandschaften erlebt. Sie sind Sehnsuchtsorte und beliebte Fotomotive
geselleschaftlicher Wert
Halboffene Landschaften prägen die Landschaft und sind typische und erlebbare Identifikationsbilder für Einheimische und Gäste. Davon profitieren auch die Direktvermarktung und die Landwirtschaft
historischer Wert
Auch Heute noch imponieren die alten, knorrigen Bäume als Zeugnisse der Landschaftsgeschichte: Früher wurde deren Laub und Nadeln als Einstreu oder Notfutter genutzt, die Laubbäume wurden dazu regelmässig geschnitten, Schneitelwirtschaft genannt. Die Blätter wurden als Einstreu, Futterergänzung und als Bettzeugeinlage genutzt. Die aufkeimenden Sprosse rund um den Stamm waren beliebtes Futter für das Gross- und Kleinvieh. In Notzeiten dienten auch die jungen Zweige als Futter. Von den Eicheln und Bucheckern ernährten sich die weidenden Säue.
ökologischer Wert
Anders als im Wald, können sich Feldbäume zu ihrer vollen Grösse entwickeln und sehr alt werden. Der besonnte Stamm ist Lebensraum von zahlreichen Insekten- und Käferarten, von Algen, Moosen, Flechten und Pilzen. In der Krone leben Kleinsäuger und Vögel. Viele gefährdete Arten sind auf diese Standorte als Nahrungsquelle und als Habitat angewiesen.
Feldbäume wirken wie Inseln im Landwirtschaftsgebiet und verbinden Wälder, Ufergehölze und Hecken untereinander.
Alte Feldbäume mit ihrer rissigen Rinde, den Höhlen und dem Totholz sind wertvolle Habitatbäume für höhlen- und mulmbewohnende Insektenarten, für Schläferarten, Fledermäuse und höhlenbrütende Vögel.
klimatischer Wert
Feldbäume, Baumreihen und Hecken senken die Umgebungstemperatur um mehrere Grad. Sie bremsen den Wind, insbesondere die halb durchlässigen Baumhecken. In den sich bildenden Landschaftskammern herrscht ein eigenes Mikroklima, was auch Frostschäden minimiert
Hochstammobst- und Walnussbäume werden durch Landschaftsqualitätsbeiträge des Kantons unterstützt und sind nicht Bestandteil dieser Pflanzaktion
in den nächsten 3 Jahren wird der ganze Kanton Graubünden durch die Pflanzaktion abgedeckt
in den Regionen Ober- und Unterengadin

Anmeldung
ab Nov. 2026
in den Regionen Misox und
Rheinwald

Anmeldung
ab Mai 2027